Samstag, 24. Oktober 2009

Das Treiben des Lebens

Ozean, dein Blick so trüb zur heutigen Zeit
Wo ist die Freiheit hin
im Blick sieht man dein Leid

Der König jedoch unverändert
trabt vorbei an des Bettlers Becher
Sein Umhang schwer und gar elegant

Der Bettler schaut auf
empfängt nicht mal ein Blick
Abneigung wird deutlich von unten und von oben

Ein Kaufmann reich an Weltgeschehen
dem Bettler einen Groschen gibt
Freundlich Grüßend zieht er durch die Straßen

Ein Knecht verliebt in eine Magd
ganz freudig er eilt zu ihr hin
Mit Blumen in der Hand er sie besinnt

Sie beide glänzen Tagelang
heiraten im Sonnenschein
Der Schleier wirft ein Schatten

Schatten ist ein Teil des Lebens
Wichtig bei jedem Sonnenstrahl
Positioniert so wird er erscheinen

Eine Magd beobachtet das Treiben
Sie sieht den Schatten als Gefahr
Warnt in letztem Moment den Bräutigam

Der aber will nichts hören
Seine Liebe macht ihn blind
Er nimmt sie zum Weib für die Ewigkeit

Ein paar Monate später
Verfällt sie fast zu Staub
Er muss sie pflegen  jeden Tag in so jungen Jahren

Der Staub bringt ihn zum Husten
er leidet Tag für Tag
Seine Brust ganz schmal

Todesglocken klingen nicht
Selbst wenn der Wunsch ganz nahe ist
Er verfolgt seine Träume nicht

Ein Freund spricht zu ihm
Er macht ihm Mut und sagt
"Dein Glück liegt hier nicht"

Voller Freude und voller Scham
zieht der junge Mann nach Haus
sticht mit einem Messer ihr die Lichter aus

Begraben hat er sie im schönen Garten
und pflanzt zwei schöne Lilien drauf
da wächst nun voller Pracht ein Beet

Jedes Jahr wird es dort schöner
Die Vergangenheit begraben
unter der schönen farbenfrohen Zukunft

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