Ozean, dein Blick so trüb zur heutigen Zeit
Wo ist die Freiheit hin
im Blick sieht man dein Leid
Der König jedoch unverändert
trabt vorbei an des Bettlers Becher
Sein Umhang schwer und gar elegant
Der Bettler schaut auf
empfängt nicht mal ein Blick
Abneigung wird deutlich von unten und von oben
Ein Kaufmann reich an Weltgeschehen
dem Bettler einen Groschen gibt
Freundlich Grüßend zieht er durch die Straßen
Ein Knecht verliebt in eine Magd
ganz freudig er eilt zu ihr hin
Mit Blumen in der Hand er sie besinnt
Sie beide glänzen Tagelang
heiraten im Sonnenschein
Der Schleier wirft ein Schatten
Schatten ist ein Teil des Lebens
Wichtig bei jedem Sonnenstrahl
Positioniert so wird er erscheinen
Eine Magd beobachtet das Treiben
Sie sieht den Schatten als Gefahr
Warnt in letztem Moment den Bräutigam
Der aber will nichts hören
Seine Liebe macht ihn blind
Er nimmt sie zum Weib für die Ewigkeit
Ein paar Monate später
Verfällt sie fast zu Staub
Er muss sie pflegen jeden Tag in so jungen Jahren
Der Staub bringt ihn zum Husten
er leidet Tag für Tag
Seine Brust ganz schmal
Todesglocken klingen nicht
Selbst wenn der Wunsch ganz nahe ist
Er verfolgt seine Träume nicht
Ein Freund spricht zu ihm
Er macht ihm Mut und sagt
"Dein Glück liegt hier nicht"
Voller Freude und voller Scham
zieht der junge Mann nach Haus
sticht mit einem Messer ihr die Lichter aus
Begraben hat er sie im schönen Garten
und pflanzt zwei schöne Lilien drauf
da wächst nun voller Pracht ein Beet
Jedes Jahr wird es dort schöner
Die Vergangenheit begraben
unter der schönen farbenfrohen Zukunft
Samstag, 24. Oktober 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen